Eine Welt ist nicht genug …

Der Hetschburger Kunstschmied Andreas Schwarz hat bereits eine Version einer Weltkugel präsentiert. Im Beitrag „Über die Entstehung meiner Welt“ kann die Umsetzung seiner Idee nachvollzogen werden.

Nicht lange nach dem ersten Globus entstand die Idee zu der Abwandlung des Themas „Weltkugel“. Estwas kleiner als das erste Exemplar und mit geändertem Unterbau entstand die neue Version.

In dieser Version erfuhr das Thema „Beleuchtung der Kontinente“ eine besondere Beachtung, wie die Aufnahmen des Meisterwerks in der Dämmerung und im Dunkeln beweisen.
Beim bevorstehenden Adventsschmieden wird der Globus zu bewundern sein.

10. Dezember 2022 ab 16 Uhr

Auch in diesem Jahr Adventsschmieden in der Ilmtalschmiede Schwarz

Bald ist es wieder soweit. Es geht mit Riesenschritten auf das Jahresende zu. Dazu gehört, dass das traditionelle Adventsschmieden der Schmiede Andreas und Benedikt Schwarz stattfindet. Das Treffen findet wie immer in den letzten Jahren in der Ilmtalschmiede statt. Begründet wurde diese Tradition in der Kunstschmiede der Hetschburger Schmiedemeister.
Groß und Klein werden erwartet, um in weihnachtlicher Stimmung ein Schmiedefest der traditionellen Art zu erleben.

Gotha glüht 2022 wieder – diesmal mit dem Thema “spannend”

Das 24. Internationale Metallgestaltertreffen mit 11. Handwerker- und Spezialitätenmarkt unter dem MOTTO – „spannend“, fand nach zweijähriger coronabedingter Pause auf dem Gothaer Buttermarkt im Zusammenhang mit dem 600. Gothardusfest statt.

Das war wieder einmal ein schweres Thema, welches eine große Herausforderung für die Schmiede aus Deutschland, der Tschechischen Republik sowie den Niederlanden darstellte. An drei Tagen trafen sich die Metallgestalter zum Wettstreit und Erfahrungsaustausch.
Die Schmiede Andreas und Benedikt Schwarz kamen mit einem Herrn, der in vielen spannenden Krimis zu finden ist. Ihr Beitrag war eine Kreation mit Sherlock Holmes auf der Spurensuche. Ausgestattet mit Schirm und Vergrößerungsglas sehen wir ihn Spuren analysieren, um so einem Täter auf die Spur zu kommen.
Die verschiedenen Objekte wurden nach Abschluss der Arbeiten auf den Tischen vor der Bühne präsentiert. Bevor Jury und das Publikum jeweils ihre Bewertung vornehmen konnten, erläuterten die Schmiede ihre Werke.
Wie immer gab es ein umfangreiches Rahmenprogramm für alle Besucher. Von der Bühne waren Life – Musik und Informationen über das Schmiedefest zu hören.
Auf dem Hauptmarkt fand das Gothardusfest mit Bühnenprogramm, Speisen und Getränken und dem vor dem Schloss positionierten Riesenrad statt. Daneben priesen Händler Waren ihrer Handwerke aus Holz, Ton und Wolle an. Das Rathaus und das Schloss Friedenstein rahmten das ganze Geschehen ein. Neben dem Rathaus gab es ein mittelalterliches Lager mit Bühne und Verkaufsständen und wer zur rechten Zeit kam, konnte die Ritter kämpfen sehen…

23. – 25. September 2022 jeweils ab 10:00 Uhr

Gotha glüht 2022

In diesem Jahr findet erstmals nach dem Coronabedingten Ausfall wieder das Gothaer Metallgestaltertreffen mit unserer Teilnahme statt. An drei Tagen vom 23 – 25. September 2022 treffen sich Schmiede aus Nah und Fern unter dem Motto „spannend“. Das Motto gab es zwar schon für 2020 – konnte aber auf Grund des Ausfalls der Veranstaltung nicht umgesetzt werden

Wir können uns auf dem Gothaer Buttermarkt am Sonntag, 25. September 2022, sehen. Bis dahin!

Über die Entstehung meiner Welt

Der Hetschburger Kunstschmied Andreas Schwarz war in der Corona – Zeit nicht untätig und erstellte „seine“ Welt, für die die Erdkugel Pate stand

Auch in der Corona Zeit ist in der Werkstatt der Hetschburger Schmiede Andreas und Benedikt Schwarz Neues entstanden. Im Kundenauftrag wurde eine visuelle Umsetzung der vor der Corona Pandemie zurückgelegten Reiseentfernungen und -ziele gestaltet.

Der sodann konzipierte Globus hat einen Durchmesser von 850 mm. Natürlich sind auch andere Größen denkbar, aber diese wurde an den Aufstellungsort angepasst. Der Globus ist aus Stahlblech mit einer Stärke von 5,0 mm hergestellt worden. Dazu wurden aus zwei Stahlblechen jeweils eine Hälfte der Weltkugel gedrückt. Diese beiden Teile wurden dann zusammengeschweißt und verschliffen, so dass die beiden Hälften übergangslos die Grundlage für den Globus ergeben haben. Als nicht so einfach erwies sich die Herstellung der einzelnen Kontinente – Festland und Inseln – die auf dem Globus angebracht werden sollten. Die üblichen, planen Darstellungen der Erdkugel stellen diese ja verzerrt dar. Mit den aus vielen Unterlagen ermittelten Umrissen und Größen der einzelnen Kontinente und Inseln wurde eine CAD Datei für einen Laserzuschnitt der einzelnen Kontinente und Inseln erstellt und zum Lasern vergeben. Dabei wurden auf den Kontinenten die einzelnen Länder leicht angelasert, um diese nach dem Lasern in Handarbeit einzugravieren. Als Material für die Kontinente kam Corten – Stahlblech mit einer Stärke von 3,0 mm zum Einsatz. Nach dem Lasern mussten die Kontinente der Oberflächenwölbung der Kugel angepasst werden. Dabei war zu berücksichtigen, dass diese nicht auf, sondern 15,0 mm über der Oberfläche der Kugel auf Stiften befestigt werden sollten, um den gewünschten 3D – Effekt zu erreichen. Die Stahlstifte mit einer Länge von 15,0 mm wurden auf die Stahlkugel aufgeschweißt und durch Bohrungen der Kontinente hindurchgeführt und mit einer Punktschweißung nach dem Abschluss der farblichen Behandlung der Kugel befestigt.
Eine wesentliche und schwierige Aufgabe war die Oberflächenbehandlung der einzelnen Teile des Globus.
Die Stahlkugel wurde feuerverzinkt, um einen dauerhaften Rostschutz zu gewährleisten. Danach wurde der Globus in einem Elektro – Statik – Verfahren in einer Blau – Türkis – Farbe lackiert. Auf dem Globus wurden dann noch Durchbrüche hinter den Kontinenten angebracht, um durch eine indirekte Beleuchtung mit LEDs aus dem Inneren des Globus nach außen Stahlen um die Kontinente herum hinauszulassen, um dadurch im Dunkeln einen besonderen Effekt zu erhalten. Die einzelnen Kontinente wurden dann mit einer Punktverschweißung mit den auf der Oberfläche der Kugel befindlichen Stiften verbunden und verschliffen. Die einzelnen Kontinente wurden danach gestrahlt und mit einer Säure behandelt, um die Rostoptik des Corten – Stahlblechs zu erhalten. Ein matter, stumpfer, farbloser Lack bildete dann den Abschluss der Farbbehandlung der einzelnen Kontinente auf dem Globus.
Nunmehr galt es noch den Globus in sichtbarer Höhe auf einen Fuß zu stellen. Der Fuß des Globus wurde aus 8,0 mm dicken Corten – Stahlblech gefertigt. Dazu wurde dieses in einzelne Scheiben mit verschiedenen Durchmessern geschnitten. Diese wurden dann verdeckt verschweißt, ehe das Standrohr mit einem Durchmesser von 244,5 mm und hinter der Verjüngung mit einem Durchmesser von 200,0 mm daran befestigt wurde. Die Länge des Fußes mit Standrohr beträgt 1.800,0 mm. Im oberen Bereich des Standrohres wurde noch eine Öffnung für die Beleuchtung eingebracht. Hinter dieser Öffnung ist die Beleuchtung innen verschiebbar angebracht, um einen optimalen Beleuchtungseffekt zu erreichen. Die Oberfläche des Standfußes wurde dann zur Erreichung der Corten – Optik gestrahlt, gesäuert und ebenfalls farblos mit stumpfen Lack behandelt. Abschließend wurden beide Teile – Globus – mit einer leichten Schräglage – und Standrohr nach Vorlage der realen Welt – miteinander verschweißt.

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