Wurzelbank

Die Natur ist immer wieder eine Inspiration für die Schmiedekunst. Davon war der Hetschburger Kunstschmied Andreas Schwarz nach seiner letzten Wanderung um den Rennsteigbahnhof, nahe Schmiedefeld im Thüringer Wald, wieder einmal überzeugt. Das urige und knochige Wurzelholz im Umfeld seines Wanderwegs inspirierte ihn und war namengebend für die hier abgebildete “Wurzelbank”.
Das Bild der Bank basiert auf gebogenen Verstrebungen und Verzweigungen als Abbild der Wurzeln. Dadurch wird auch die Stabilität der Bank gewährleistet. Die massive Sitzfläche sichert mit der Eisenkonstruktion die Statik der Wurzelbank.
Die gebogene Grundkonstruktion hat Kunstschmied Andreas Schwarz aus 28,0 mm dicken Rundstahl geschmiedet. Die Anfangsform der Wurzelbank wurde als Blatt aus dem Rundmaterial ausgeschmiedet. Das Blatt bildet auf der anderen Seite den Übergang zum Vollmaterial, aus dem der Rest der Bank besteht. Die Verstrebungen – Verwurzelungen – hat Kunstschmied Andreas Schwarz ca. 150 mm vor dem Ende aufgespalten und dann als Einrollverbindung ausgeschmiedet, mit der später die Verbindung der einzelnen “Wurzeln” erfolgte.
Die Sitzfläche besteht aus Kirschholz. Die Sitzfläche aus Kirschholz wurde durch Ausschleifen in die nötige Form gebracht. Dazu hat Kunstschmied Andreas Schwarz extra eine Hilfskonstuktion gefertigt. Die Festlegung der Stärke der Sitzfläche war die Voraussetzung, um einen Anhaltspunkt für die spätere Biegung der Rundstäbe zu gewinnen und damit die Wurzelbank auf die gewünschte Gesamtsitzhöhe zu bringen. Die Rundstäbe wurden nun komplett überschmiedet. Danach wurden sie nach Vorstellung von Kunstschmied Andreas Schwarz gebogen und die Einzelteile der Rundstähle mit der Sitzfläche verbunden. Mit den ausgeschmiedeten und handgebogenen Enden wurden die Verbindungsstreben der Konstruktion umwickelt, um die gewünschte gestalterische Form zu erreichen. Als besonderen Effekt hat Kunstschmied Andreas Schwarz noch eine Fliege angefertigt und auf dem geschmiedeten Blatt am Anfang der Wurzelbank befestigt.
Die Oberfläche der geschmiedeten Wurzelbankkonstruktion wurde mit einem tiefschwarzen Mattlack beschichtet.

Im Dezember 2020

Absage öffentlicher Veranstaltungen

Das Jahr 2020 geht zu Ende. Leider sind alle Schmiedefeste, an denen wir unsere Schhmiedekunst in den letzten Jahren präsentiert haben, wie das Schmieden am Rennsteigbahnhof oder Gotha glüht, ausgefallen.
Auf Grund der Corona – Lage finden bis auf weiteres auch in der Ilmtalschmiede Schwarz keine öffentlichen Veranstaltungen statt.
Bei Fragen zu unseren Kursen sprechen Sie uns gern an.
Wir wünschen allen Schmiedeenthusiasten eine besinnliche Weihnachtszeit und einen guten Start ins neue Jahr 2021.
Wir hoffen, dass sich die Situation im neuen Jahr verbessert und wir uns wieder in der Ilmtalschmiede in Hetschburg treffen können.

Andreas und Benedikt Schwarz

Heiße Tassen – Feuerschalen

Heute sollen Feuerschalen vorgestellt werden. Diese gibt es in zwei verschiedenen Größen als Unikate mit begrenzter Auflage, da jede dieser einzeln in Handarbeit hergestellt wird. Es gibt die Feuerschalen mit einem Durchmesser von 600 mm und 800 mm.
Die Feuerschalen wurden aus 6 mm dicken Stahlblech gedrückt und anschließend in die endgültige Form geschmiedet, um das Aussehen einer Tasse zu erreichen. Zu Tassen gehören natürlich auch Henkel. Diese sind hier etwas besonderes. Der Henkel wurde aus demselben Material wie die Tasse geschmiedet, nach vorn verjüngt und dann schneckenförmig eingerollt und dann spiralförmig nach außen gerollt. Für eine bessere Standsicherheit der Tassen wurde am Boden noch ein Ring aus Flachstahl mittig aufgeschweißt. Ebenso dienen die Henkel zur bessere Standsicherheit der Feuerschalen, da sie diese abstützen.

Das blanke Stahlblech der Oberfläche der Feuerschalen wurde mit einen leichten Einbrennöl versehen und somit gegen Oxidation geschützt.
Aus den Bildern ist zu sehen, dass man in den Feuerschalen sowohl Öl als auch Holz zum Brennen bringen kann. Mit Holz wird aber eine längere Brenndauer erreicht.

12. Dezember 2020 ab 16 Uhr

Adventsschmieden in der Ilmschmiede Schwarz

Bald ist es wieder soweit, dass das traditionelle Adventsschmieden der Schmiede Andreas und Benedikt Schwarz stattfindet. Abermals findet das Treffen in der Ilmschmiede statt. Begründet wurde diese Tradition in der Kunstschmiede der Hetschburger Schmiedemeister.
Groß und Klein wird erwartet, um in weihnachtlicher Stimmung mit zu schmieden, zu essen und zu trinken – dazu laden wir ein – sofern es Corona zulässt.

Eine feine Tänzerin

Anmutig ist sie anzusehen, die Ballerina, wenn sie nach vollendetem Tanz innehält. Diesen Zustand hat der Hetschburger Schmied Andreas Schwarz formvollendet mit diesem Schmiedekunstwerk eingefangen.

Gotha glüht – 17. Metallgestaltertreffen 2013 unter dem Motto “vereint”

Aus Tschechien, Österreich, Italien, Ungarn, den USA und natürlich aus Deutschland kamen mehr als 60 Kunstschmiede nach Gotha, um drei Tage entsprechend dem Motto „vereint“ unter freiem Himmel Schmiedestücke entstehen zu lassen.

Vom 27. – 29. September 2013 fand in Gotha das 17. internationale Treffen einer Vielzahl von Metallgestaltern auf dem Gothaer Buttermarkt statt. Für die besten Arbeiten, die wenigstens zu 50 Prozent auf dem Buttermarkt zum Motto “vereint” entstanden sein mussten, winkten Preise.
Das Motto “vereint” ließ sich vielfältige Art und Weise umsetzen. Andreas und Benedikt Schwarz haben dies auf ihre ganz eigene Art und Weise getan.
Nicht nur, dass Vater und Sohn in einem gemeinsamen Projekt vereint waren. Auch verschiedene Materialien wie Glas, Schmiedebronze und Eisen wurden vereint. Auch die Gegensätze in der Tierwelt – dargestellt durch Fisch und Komorane wurden in dem Stück vereint. Und nicht zuletzt vereint das Glas als Wasser und der natürliche Himmel die Naturelemente.
Die Mühe war nicht umsonst. Die Jury belohnte die Zwei mit einem 3. Preis. Das Publikum ging sogar noch einen Schritt weiter und setzte die Metallgestalter aus Hetschburg beim Publikumspreis auf den 2. Platz.