Über die Entstehung meiner Welt

Der Hetschburger Kunstschmied Andreas Schwarz war in der Corona – Zeit nicht untätig und erstellte “seine” Welt, für die die Erdkugel Pate stand

Auch in der Corona Zeit ist in der Werkstatt der Hetschburger Schmiede Andreas und Benedikt Schwarz Neues entstanden. Im Kundenauftrag wurde eine visuelle Umsetzung der vor der Corona Pandemie zurückgelegten Reiseentfernungen und -ziele gestaltet.

Der sodann konzipierte Globus hat einen Durchmesser von 850 mm. Natürlich sind auch andere Größen denkbar, aber diese wurde an den Aufstellungsort angepasst. Der Globus ist aus Stahlblech mit einer Stärke von 5,0 mm hergestellt worden. Dazu wurden aus zwei Stahlblechen jeweils eine Hälfte der Weltkugel gedrückt. Diese beiden Teile wurden dann zusammengeschweißt und verschliffen, so dass die beiden Hälften übergangslos die Grundlage für den Globus ergeben haben. Als nicht so einfach erwies sich die Herstellung der einzelnen Kontinente – Festland und Inseln – die auf dem Globus angebracht werden sollten. Die üblichen, planen Darstellungen der Erdkugel stellen diese ja verzerrt dar. Mit den aus vielen Unterlagen ermittelten Umrissen und Größen der einzelnen Kontinente und Inseln wurde eine CAD Datei für einen Laserzuschnitt der einzelnen Kontinente und Inseln erstellt und zum Lasern vergeben. Dabei wurden auf den Kontinenten die einzelnen Länder leicht angelasert, um diese nach dem Lasern in Handarbeit einzugravieren. Als Material für die Kontinente kam Corten – Stahlblech mit einer Stärke von 3,0 mm zum Einsatz. Nach dem Lasern mussten die Kontinente der Oberflächenwölbung der Kugel angepasst werden. Dabei war zu berücksichtigen, dass diese nicht auf, sondern 15,0 mm über der Oberfläche der Kugel auf Stiften befestigt werden sollten, um den gewünschten 3D – Effekt zu erreichen. Die Stahlstifte mit einer Länge von 15,0 mm wurden auf die Stahlkugel aufgeschweißt und durch Bohrungen der Kontinente hindurchgeführt und mit einer Punktschweißung nach dem Abschluss der farblichen Behandlung der Kugel befestigt.
Eine wesentliche und schwierige Aufgabe war die Oberflächenbehandlung der einzelnen Teile des Globus.
Die Stahlkugel wurde feuerverzinkt, um einen dauerhaften Rostschutz zu gewährleisten. Danach wurde der Globus in einem Elektro – Statik – Verfahren in einer Blau – Türkis – Farbe lackiert. Auf dem Globus wurden dann noch Durchbrüche hinter den Kontinenten angebracht, um durch eine indirekte Beleuchtung mit LEDs aus dem Inneren des Globus nach außen Stahlen um die Kontinente herum hinauszulassen, um dadurch im Dunkeln einen besonderen Effekt zu erhalten. Die einzelnen Kontinente wurden dann mit einer Punktverschweißung mit den auf der Oberfläche der Kugel befindlichen Stiften verbunden und verschliffen. Die einzelnen Kontinente wurden danach gestrahlt und mit einer Säure behandelt, um die Rostoptik des Corten – Stahlblechs zu erhalten. Ein matter, stumpfer, farbloser Lack bildete dann den Abschluss der Farbbehandlung der einzelnen Kontinente auf dem Globus.
Nunmehr galt es noch den Globus in sichtbarer Höhe auf einen Fuß zu stellen. Der Fuß des Globus wurde aus 8,0 mm dicken Corten – Stahlbech gefertigt. Dazu wurde dieses in einzelne Scheiben mit verschiedenen Durchmessern geschnitten. Diese wurden dann verdeckt verschweißt, ehe das Standrohr mit einem Durchmesser von 244,5 mm und hinter der Verjüngung mit einem Durchmesser von 200,0 mm daran befestigt wurde. Die Länge des Fußes mit Standrohr beträgt 1.800,0 mm. Im oberen Bereich des Standrohres wurde noch eine Öffnung für die Beleuchtung eingebracht. Hinter dieser Öffnung ist die Beleuchtung innen verschiebar angebracht, um einen optimalen Beleuchtungseffekt zu erreichen. Die Oberfläche des Standfußes wurde dann zur Erreichung der Corten – Optik gestrahlt, gesäuert und ebenfalls farblos mit stumpfen Lack behandelt. Abschließend wurden beide Teile – Globus – mit einer leichten Schräglage – und Standrohr nach Vorlage der realen Welt – miteinander verschweißt.

Pfingstschmieden in der Ilmtalschmiede

Lange Jahre waren die Hetschburger Schmiede zu Pfingsten unterwegs zum Rennsteigschmieden in Schmiedefeld unter dem Motto “Tradition in Handwerk und Kunst”. Ihre Arbeiten fanden viel Beifall und wurden auch oft im Fernsehen des Mitteldeutschen Rundfunks und in der Presse gezeigt.
Corona hat das Treiben am “Rennsteigbahnhof” zum Erliegen gebracht, ohne eine Chance nun nach Corona wieder als Publikumsmagnet in Erscheinung zu treten.
Deshalb haben die Hetschburger Schmiede Andreas und Benedikt Schwarz die Dinge selbst in ihre Hände genommen und kurzerhand ein eigenes Pfingstschmieden ins Leben gerufen.

Nach Ankündigung auf ihrer Webseite und in der Presse wurde die Ilmtalschmiede vorbereitet. Im Eingangsbereich wurden Arbeiten der letzten Jahre präsentiert, die zum Teil in kleinen Serien, wie die Bank, bereits ihre Kunden gefunden haben. Auch die unter dem Schild der Ilmtalschmiede stehende Weltkugel entstand erst kürzlich gegen Ende der Corona – Zeit.
Mittelpunkt des Treibens am Pfingstsonntag war das Schmieden eines Nagels, der für soziale Zwecke versteigert werden soll. Ein bereits einmal zu diesem Zweck geschmiedeter Nagel war 75 cm lang – diese Länge galt es zu überbieten.
Ausgangsmaterial für diesen Schmiedenagel war ein Rohling mit den Abmessungen von 6 x 6 x 7 cm, der zur besseren Bearbeitbarkeit an einer Stange befestigt war. Am Anfang und später im Wechsel wurde der Rohling mit dem Lufthammer und den Handhämmern der Meister und ihres Mitarbeiters unter häufiger Drehung “in die Länge gesteckt”. Gegen Ende der Arbeiten wurde das Zwischenmaß genommen – noch 3 cm fehlten bis zur Länge von 76 cm. Das war aber kein Problem für die Drei. Nachdem die Ziellänge erreicht war, wurde der Kopf des Nagels in Form gebracht und mit den Initialien der drei Schmiede versehen.
Weiter konnten an den beiden Tagen Kinder Nägel unter Anleitung der Meister schmieden und dann natürlich auch mitnehmen. Auch Außerhalb der Ilmtalschmiede war ein Schmiedefeuer aufgebaut, an dem Schmiedearbeiten vorgeführt wurden.
Am Pfingstsonntag waren die Schmiede glücklich, dass ihr Angebot von den vielen Besuchern so dankbar angenommen worden ist und ein ständiges Kommen und Gehen das Interesse an den Arbeiten der Ilmtalschmiede Schwarz zeigte.

5. Juni 2022 – ab 11 Uhr
6. Juni 2022 – ab 11 Uhr

Pfingstschmieden in der Ilmtalschmiede

Die Schmiede Andreas und Benedikt Schwarz laden zum Pfingstschmieden in ihre Ilmtalschmiede in Hetschburg ein! In diesem Jahr sowohl am Pfingstsonnabend als auch am Pfingstsonntag. Es wird eine Veranstaltung werden, auf der zu sehen ist, das die Schmiedemeister auch in der Corona – Zeit kreativ zu Werk gegangen sind. Die Besucher werden die Vorführungen der beiden Schmiede in und um die Ilmtalschmiede bewundern können. Einen Nagel wird man aber immer selbst schmieden können – wenn vielleicht auch nicht so ein Prachtexemplar wie im Beitragsbild. Also bis dahin!

7. Juni 2022 – ab 10 Uhr

Mühlenfest auf dem Gelände der Bockwindmühle Klettbach

Die Schmiede Andreas und Benedikt Schwarz aus Hetschburg sind ein wichtiger Programmpunkt des Mühlenfestes auf dem Gelände der Bockwindmühle Klettbach. Der Deutschen Mühlentag auf dem Gelände der Bockwindmühle in Klettbach wird begangen, obwohl die Mühle am 19.02.2022 durch den Sturm Zeynep zerstört wurde. Neben der Unterhaltung steht die Zukunft der Mühle im Vordergrund, die der Mühlenverein wieder errichten will.

Die Wurzelbank mit dem besonderen Etwas

Mit dieser letzten Bank einer kleinen Serie hat Schmiedemeister Andreas Schwarz ein weiteres Exemplar einer Wurzelbank geschaffen. Der besondere Hingucker ist in diesem Fall ein Froschkönig, der hoch am Ende der Bank tront – Auge in Auge mit dem “Bankier”, die Sonne genießend.
Wieder einmal ist mit dem gleichen Material ein besonderes Unikat der Handwerkskunst aus der Werkstatt der Hetschburger Schmiedemeister entstanden.

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    Bitte beantworten Sie folgende Frage als Wort (kleingeschrieben):

    Adventsschmieden 2021 in der Ilmtalschmiede

    Die lange gehegte Hoffnung, in diesem Jahr wieder ein normales, traditionelles Adventsschmieden durchführen zu können, erfüllte sich durch die Coronaentwicklung nicht.

    Rechtzeitig zum geplanten Adventsschmieden hatten die Schmiedemeister Andreas und Benedikt Schwarz die Ilmtalschmiede mit einem neuen Flügeltorpaar ausgestattet. Alles war schon langfristig vorbereitet.
    Auf Grund der Situation kam nur ein ganz kleines Schmiedefest in Frage… Aber was hätten dann die Schmiedefans davon?
    Das Wichtigste in der Vorweihnachtszeit ist es ja, vorzusorgen, um ein originelles und unverwechselbares Geschenk unter dem Weihnachtsbaum bereitlegen zu können. Und wenn das noch eine Schmiedearbeit ist, dann ist das Ziel der nachfolgenden Schmiede- und Bauanleitung erreicht. Für die Freunde der Schmiedekunst wurden die dazugehörigen Bilder am 11. Dezember 2021 aufgenommen.
    Das Wetter am Tag des Adventsschmiedens war wechselhaft. Nachts war es unter -6 Grad Celsius kalt gewesen. Manchmal kam gegen Mittag die Sonne etwas durch. In der Halle der Ilmtalschmiede verbreitete der mit Holz geheizte Ofen wollige Wärme. Außerhalb gab es weitere Ergebnisse der Schmiedearbeiten zu betrachten. Selbst die Hunde der Schmiede fanden da interessante Aspekte der Schmiedekunst …
    Das Schmiedefeuer war auch schon angezündet. Es konnte also losgehen.
    Heute sollte ein Elefant entstehen. Dazu hat Andreas Schwarz aus Rundmaterial einen kleinen Metallblock von ca. 6 x 8 x 3 cm vorbereitet. An diesem war zur besseren Bearbeitbarkeit ein Metallstab angebracht. An diesem legte der Schmiedemeister das Metallstück in das Schmiedefeuer, bis es hell glühte. Gut ist es, wenn man einen Schwanzhammer hat, um das Werkstück bearbeiten zu können. Mit dem der Ilmtalschmiede begann Andreas Schwarz zwei Spalte in das Metall zu treiben. Einen Spalt – so ca. in der Hälfte des Metallblocks – und ein zweiter mehr am Rand, wurden in das Metall gschlagen. Aus dem schmaler eingekerbten Teil des Metallblocks sollte der Rüssel des Elefonten gebildet werden, während die beiden größeren Teile des Metallstücks die beiden Beine ergeben werden.
    Mit dem Lufthammer wurde nun der Rüssel in Form gebracht. Das finale Aussehen wurde mit dem Schmiedehammer nach ständigen heißmachen des Metalls ausgearbeitet. Und schon war das Schmuckstück fertig.

    Frohe Weihnachten!

    Besuch in der Ilmtalschmiede

    Auch wenn Corona kaum Veranstaltungen zulässt, gibt es für den Arnstädter Fotografen Kai Eisentraut genug Motive für eine Fotosession in der Ilmtalschmiede Schwarz

    Das Pfingstschmieden in der Ilmtalschmiede ließ die Hoffnung aufkeimen, dass Corona in diesem Jahr wieder mehr an Veranstaltungen zulassen sollte, als im vergangenem Jahr. Die Webseite der Ilmtalschmiede zeigt, was in normalen Jahren an Veranstaltungen in der näheren und weiteren Umgebung unter Beteiligung der beiden Meister Andreas und Benedikt Schwarz stattfinden. Leider hat sich das Jahr dann doch nicht wie erwartet entwickelt. Reihenweise wurden Veranstaltungen abgesagt, die sonst das interessierte Publikum in Scharen angezogen hatten.
    Um so erfreulicher war es, dass der Arnstädter Fotograf Kai Eisentraut den Weg in die Ilmtalschmiede fand und eine Fotosession mit drei Generationen der Schmiede – Familie Schwarz veranstaltete. Daneben galt es auch das dörfliche Umfeld festzuhalten und mittels Drohne einen Überblick über das Dorf und die Iltalschmiede zu geben.

    Schmiedekunst im Wohnzimmer

    Das man Schmiedekunst effektvoll im eigenen Wohnzimmer einsetzen kann, zeigen die Bilder oberhalb. Das Zentrum des Zimmers bildet ein stabiler Tisch, dessen Glasplatte die Sicht auf die sie tragende Unterkonstruktion freigibt. Die stabilen Holzblöcke sind mit einer starken Eisenstange verbunden, um die sich ausgeschmiedete Eisenschlangen winden.
    Daneben befindet sich ein Eckregal, auf dem, wie es scheint, ein Jaguar zum Sprung ansetzt.
    Ein schmiedeeiserner Beistelltisch mit Glasplatte, auf dem zur Zierde eine Blume zu sehen ist, steht gegenüber Wohnzimmertisch und Regal.
    Eine weitere Schmiedearbeit ist im Zimmerhintergrund zu sehen. Ein Kranich wartet dort, um zu sehen was hier noch so passiert …

    Wurzelbank – die Zweite

    Mit dieser Bank hat Schmiedemeister Andreas Schwarz ein weiteres Exemplar einer Wurzelbank geschaffen. Vergleicht man diese mit der im Frühjahr hergestellten Wurzelbank, stellt man fest, dass jede Wurzelbank ein Unikat ist. Und wie sich das für ein Unikat gehört, befindet sich auf ihr eine Punze von Andreas Schwarz, die die Echtheit der Wurzelbank belegt.
    Wie man sieht, kann man mit dem gleichen Material eine ganz anders gestaltet Bank erstellen.
    Die Krönung ist der Marienkäfer auf dem Blatt auf der linken Seite der Bank, der gerade gelandet scheint, um eine kleine Pause in der Sonne einzulegen…

    Pfingstschmieden in der Ilmtalschmiede

    Nach langer Corona – Pause endlich wieder ein Neustart in der Ilmtalschmiede – Schwarz

    Alljährlich fand bisher zu Pfingsten der Handwerkermarkt am Rennsteigbahnhof Schmiedefeld statt, an dem die Schmiede Andreas und Benedikt teilnahmen und die zahlreichen Besucher an ihren Fähigkeiten teilhaben ließen. Coronabedingt fällt dieses Treffen der Schmiede und anderen Handwerker in diesem Jahr aus.
    Deshalb luden die Schmiede Andreas und Benedikt Schwarz in diesem Jahr am Pfingstsonnabend in die Ilmtalschmiede zu einem Pfingstschmieden unter Corona – Bedingungen ein.
    Das heißt, es wird deshalb eine kleinere Veranstaltung als sonst werden. Die Besucher stellten sich darauf ein und beachteten die entsprechenden Regelungen.
    Gegen 10:30 Uhr startete der lange Tag mit Vorführungen und Informationen über die eingesetzten Schmiedetechniken. Der Handhammer kam neben dem Lufthammer am meisten zum Einsatz.
    Selbst an die Kinder wurde, wie immer, gedacht. Einen Nagel konnte man selbst schmieden – wenn man wollte. Die Kinder nahmen dieses Angebot gern an und so hatten einige von ihnen eine bleibende Erinnerung von diesem Tag. Nebenbei hatten sie gelernt, dass sich nur glühendes Eisen schmieden lässt und dass der Meister oder der Geselle der “Chef” am Amboss ist.
    Die Besucher wechselten ständig, ohne dass die Sicherheit in irgendeiner Hinsicht vernachlässigt wurde. Viele Besucher betonten, dass sie der Besuch in der Ilmtalschmiede wieder ein wenig Normalität im Leben nach den coronabedingten Einschränkungen erahnen ließ.

    22. Mai 2021 – 10.30 – 18.00 Uhr

    Pfingstschmieden in der Ilmtalschmiede

    Alljährlich fand bisher zu Pfingsten der Handwerkermarkt am Rennsteigbahnhof Schmiedefeld statt, an dem die Schmiede Andreas und Benedikt teilnahmen und die zahlreichen Besucher an ihren Fähigkeiten teilhaben ließen. Coronabedingt fällt dieses Treffen der Schmiede in diesem Jahr aus.
    Deshalb laden die Schmiede Andreas und Benedikt Schwarz in diesem Jahr am Pfingstsonnabend in die Ilmtalschmiede zu einem Pfingstschmieden unter Corona – Bedingungen ein. Es wird deshalb eine kleinere Veranstaltung als sonst werden. Die Besucher sollten sich darauf einstellen, dass der Zugang limitiert werden muss. Durch die normale “Wanderbewegung” werden aber etliche Besucher die Vorführungen der beiden Schmiede in und um die Ilmtalschmiede bewundern können. Einen Nagel wird man aber immer selbst schmieden können – wenn vielleicht auch nicht so ein Prachtexemplar wie im Beitragsbild. Also bis dahin!

    Toranlage im ländlichen Bereich

    Für einen Gutshof und Wohnanlage unweit von Hetschburg in Wohlsborn hat der in Dresden wohnende Eigentümer den Auftrag gegeben, eine Toranlage zu errichten, die einen Bezug zum ländlichen Raum herstellt. Der gestalterische Vorschlag der Kunstschmiede Andreas und Benedikt Schwarz berücksichtigte dieses Ansinnen und stellte eines der traditionell wichtigsten Tiere der Landwirtschaft in den Vordergrund: Das Pferd. Der Vorschlag wurde durch den Auftraggeber gern aufgenommen und so konnte die Fertigung beginnen.
    Die Rahmen der Torflügel wurden aus Vierkantmaterial 50/50 mm hergestellt. In beide Torflügel wurden Schlosskästen integriert, die aus Vollmaterial ausgefräst wurden.
    Die oberen Torbänder wurde als Halsbänder, einer bekannten Form aus dem Jugendstil, gefertigt. Am unteren Ende der Torflügel befinden sich Aufhängungen mit Drehzapfen.
    Als Füllung der Torflügel haben die Kunstschmiede Andreas und Benedikt Schwarz Vierkantmaterial 18/18 mm eingesetzt. Der obere Abschluss ist als Spitze mit Kehlung geschmiedet worden.
    Die C – förmigen Schnecken wurden aus Flachstahl 16/8 mm geschmiedet. Sie erhielten eine eng eingerollte Form, die dann nach Maß passend für das Tor gebogen wurden, ehe sie dann mit den Füllstäben mit Halbrundbunde umklammert werden. Im unteren Teil des Tores wurden Ringe aus Flachstahl 16/8 mm gefertigt und wiederum mit Halbrundbunde als Befestigung umklammert.
    Danach wurde Hespeneisen 30/7 mm nach Torform gebogen. Im oberen Bereich der Torflügel wurden die gebogenen Hespeneisen mit den Füllstäben vernietet. Dafür kamen Stahlnieten mit einem Durchmesser von 6,0 mm zum Einsatz. Im unteren Bereich des Tores wurde ebenfalls Hespeneisen 30/7 mm diagonal eingesetzt.
    Auch als horizontale Verbindung wurden in den Rahmen der Torflügel Vierkantprofile eingesetzt. Mittig in den Diagonalen der Hespeneisen der Torflügel wurden zur Verzierung geschmiedete Rosetten beidseitig aufgesetzt.
    Als besonderer Blickfang der Toranlage wurde in jeden Torflügel ein trabendes Pferd aus runden Vollmaterial mit einem Durchmesser von 30 mm geschmiedet. Das Vorder- und Hinterteil des Pferdes wurde gelocht und verbunden, sowie mit kleinen Kerbstiften vernietet.
    Für jeden Torflügel wurde ein ovaler Ring aus Flachstahl 40/8 mm gebogen. In diese Ringe wurde dann jeweils ein Pferd eingesetzt. Die Ringe mit den Pferden wurden dann ungefähr mittig in die Torflügel eingesetzt.
    Die Drückergarnitur ist aus 30 mm starken Rundstahl geschmiedet worden. Gleiches gilt für die Schlüssel- und Drückerrosetten.
    Besonderes Augenmerk wurde auf die Konservierung der Oberflächen der Toranlage gelegt. Die Oberfläche der Toranlage wurde deshalb in einer Vollverzinkung verzinkt. Anschließend erfolgte zur Realisierung eines Duplex – Systems eine Farbbeschichtung mit einer grauen Anthrazit – Glimmer – Farbe.

    Wurzelbank

    Die Natur ist immer wieder eine Inspiration für die Schmiedekunst. Davon war der Hetschburger Kunstschmied Andreas Schwarz nach seiner letzten Wanderung um den Rennsteigbahnhof, nahe Schmiedefeld im Thüringer Wald, wieder einmal überzeugt. Das urige und knochige Wurzelholz im Umfeld seines Wanderwegs inspirierte ihn und war namengebend für die hier abgebildete “Wurzelbank”.
    Das Bild der Bank basiert auf gebogenen Verstrebungen und Verzweigungen als Abbild der Wurzeln. Dadurch wird auch die Stabilität der Bank gewährleistet. Die massive Sitzfläche sichert mit der Eisenkonstruktion die Statik der Wurzelbank.
    Die gebogene Grundkonstruktion hat Kunstschmied Andreas Schwarz aus 28,0 mm dicken Rundstahl geschmiedet. Die Anfangsform der Wurzelbank wurde als Blatt aus dem Rundmaterial ausgeschmiedet. Das Blatt bildet auf der anderen Seite den Übergang zum Vollmaterial, aus dem der Rest der Bank besteht. Die Verstrebungen – Verwurzelungen – hat Kunstschmied Andreas Schwarz ca. 150 mm vor dem Ende aufgespalten und dann als Einrollverbindung ausgeschmiedet, mit der später die Verbindung der einzelnen “Wurzeln” erfolgte.
    Die Sitzfläche besteht aus Kirschholz. Die Sitzfläche aus Kirschholz wurde durch Ausschleifen in die nötige Form gebracht. Dazu hat Kunstschmied Andreas Schwarz extra eine Hilfskonstuktion gefertigt. Die Festlegung der Stärke der Sitzfläche war die Voraussetzung, um einen Anhaltspunkt für die spätere Biegung der Rundstäbe zu gewinnen und damit die Wurzelbank auf die gewünschte Gesamtsitzhöhe zu bringen. Die Rundstäbe wurden nun komplett überschmiedet. Danach wurden sie nach Vorstellung von Kunstschmied Andreas Schwarz gebogen und die Einzelteile der Rundstähle mit der Sitzfläche verbunden. Mit den ausgeschmiedeten und handgebogenen Enden wurden die Verbindungsstreben der Konstruktion umwickelt, um die gewünschte gestalterische Form zu erreichen. Als besonderen Effekt hat Kunstschmied Andreas Schwarz noch eine Fliege angefertigt und auf dem geschmiedeten Blatt am Anfang der Wurzelbank befestigt.
    Die Oberfläche der geschmiedeten Wurzelbankkonstruktion wurde mit einem tiefschwarzen Mattlack beschichtet.

    Im Dezember 2020

    Absage öffentlicher Veranstaltungen

    Das Jahr 2020 geht zu Ende. Leider sind alle Schmiedefeste, an denen wir unsere Schhmiedekunst in den letzten Jahren präsentiert haben, wie das Schmieden am Rennsteigbahnhof oder Gotha glüht, ausgefallen.
    Auf Grund der Corona – Lage finden bis auf weiteres auch in der Ilmtalschmiede Schwarz keine öffentlichen Veranstaltungen statt.
    Bei Fragen zu unseren Kursen sprechen Sie uns gern an.
    Wir wünschen allen Schmiedeenthusiasten eine besinnliche Weihnachtszeit und einen guten Start ins neue Jahr 2021.
    Wir hoffen, dass sich die Situation im neuen Jahr verbessert und wir uns wieder in der Ilmtalschmiede in Hetschburg treffen können.

    Andreas und Benedikt Schwarz

    Heiße Tassen – Feuerschalen

    Heute sollen Feuerschalen vorgestellt werden. Diese gibt es in zwei verschiedenen Größen als Unikate mit begrenzter Auflage, da jede dieser einzeln in Handarbeit hergestellt wird. Es gibt die Feuerschalen mit einem Durchmesser von 600 mm und 800 mm.
    Die Feuerschalen wurden aus 6 mm dicken Stahlblech gedrückt und anschließend in die endgültige Form geschmiedet, um das Aussehen einer Tasse zu erreichen. Zu Tassen gehören natürlich auch Henkel. Diese sind hier etwas besonderes. Der Henkel wurde aus demselben Material wie die Tasse geschmiedet, nach vorn verjüngt und dann schneckenförmig eingerollt und dann spiralförmig nach außen gerollt. Für eine bessere Standsicherheit der Tassen wurde am Boden noch ein Ring aus Flachstahl mittig aufgeschweißt. Ebenso dienen die Henkel zur bessere Standsicherheit der Feuerschalen, da sie diese abstützen.

    Das blanke Stahlblech der Oberfläche der Feuerschalen wurde mit einen leichten Einbrennöl versehen und somit gegen Oxidation geschützt.
    Aus den Bildern ist zu sehen, dass man in den Feuerschalen sowohl Öl als auch Holz zum Brennen bringen kann. Mit Holz wird aber eine längere Brenndauer erreicht.

    12. Dezember 2020 ab 16 Uhr

    Adventsschmieden in der Ilmschmiede Schwarz

    Bald ist es wieder soweit, dass das traditionelle Adventsschmieden der Schmiede Andreas und Benedikt Schwarz stattfindet. Abermals findet das Treffen in der Ilmschmiede statt. Begründet wurde diese Tradition in der Kunstschmiede der Hetschburger Schmiedemeister.
    Groß und Klein wird erwartet, um in weihnachtlicher Stimmung mit zu schmieden, zu essen und zu trinken – dazu laden wir ein – sofern es Corona zulässt.

    Eine feine Tänzerin

    Anmutig ist sie anzusehen, die Ballerina, wenn sie nach vollendetem Tanz innehält. Diesen Zustand hat der Hetschburger Schmied Andreas Schwarz formvollendet mit diesem Schmiedekunstwerk eingefangen.